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Shaolin Kung Fu
"Shaolin si" bedeutet übersetzt "buddhistisches Kloster des kleinen Waldes", das heute bekannt ist als Entstehungsort der chinesischen bzw. der asiatischen Kampfkünste. Das erste Shaolin Kloster entstand im 3. Jh. v. Chr. auf dem Berg Songshan, nachdem eine Gruppe Mönche im Haoshan Gebirge der nördlichen Provinz Henan zuflucht gesucht hatten. Das Kloster war von einer massiven Steinmauer und vielen Kiefern umgeben und erhielt von den Mönchen den Namen "Shaolin". Trotz der enormen Schutzmaßnahmen, wurden die Klöster immer wieder von Räubern heimgesucht. Dies war ein Anstoß für den Abt des Klosters Zhou Jing, gegen diese Raubzüge vorzugehen. Trotz ihrer Einstellung und ihrer Philosophie bat man - um gegen Räuber und die Belagerung des Klosters gewappnet zu sein - zwei Meister (Gun Su Wie und Heng Gai) Zhang ins Kloster, um die Mönche in der Kunst der Selbstverteidigung zu unterrichten.

Zwischen dem 2. Jh. und dem 5. Jh. gewann das Kloster schnell an Einfluss und wurde zum religiösen Zentrum des nördlichen Chinas. Um ihren religiösen Aufgaben nachgehen zu können, wurde der Kaiser im Jahre 426 n. Chr. gebeten, bei dem Bau neuer Befestigungsanlagen Unterstützung zu leisten. In den folgenden Jahren widmeten sich die Mönche wieder ihren religiösen Aufgaben und so geriet HUA TUO´s System der Fünf Tiere in Vergessenheit.

Erst im Jahre 523 n.Chr., nach Ankunft des Indischen Mönchs Bodhidharma, wurde das System der Fünf Tiere von HUA TUO wieder aufgenommen. MENG ZHANG, der selbst Anführer einer Söldnergruppe war, kam im Jahre 529 n. Chr. ins Kloster und wurde daraufhin bald zum Klostervorsteher ernannt. Dies hatte zur Folge, dass eine strenge Einteilung der Hierarchie und der Übungsmethoden eingeführt wurde. So entstanden eigene Kampftruppen und die Soldaten des Kaisers mussten abziehen, was zu Rivalitäten innerhalb der Glaubensgemeinschaft führte. Bei einem Brand wurden dabei die ersten Manuskripte der Kampfkünste vernichtet. Die Fähigkeiten der Shaolin Mönche wurden auch im weiteren Umfeld immer bekannter und immer mehr Menschen pilgerten nach Shaolin, um die Kampfkunst zu erlernen. Die Aufnahmeverfahren waren sehr streng und es wurden nur diejenigen unterrichtet, die im Kloster aufgenommen wurden und als Mönch dienten.

Immer wieder dienten die Mönche während der Tang- Dynastie (618-907 n. Chr.) mit Kampftruppen dem Kaiser, sei es gegen den Thronrivalen oder auch gegen Banditen. Die Mönche wurden von den Kaisern immer reich beschenkt, wodurch ihr Reichtum, ihr Einfuß und ihre Macht wuchsen. Während dieser Zeit wurden die Methoden des Nahkampfes niedergeschrieben und in einem Manuskript zusammengefasst. Dieses Manuskript wurde später ebenfalls bei einem Brand vernichtet. Ein wichtiges Kampfkonzept der Täuschungsverfahren entwickelten die Mönche während der Hou Periode der Tang Dynastie (705-907 n. Chr.). Bedeutend für diese Zeit war auch die Entwicklung des Konzeptes der Lehrer -Schüler -Beziehung als Grundlage der psychologischen Ausbildung, um das harte Training, das bis zu 16 Stunden täglich zwischen Training und Meditation abwechselte, durchzustehen. Dieses harte Training und die komplexen Bewegungen dienten den Mönchen zum Verständnis der Wechselwirkung zwischen Yin und Yang.

Anfang des 20. Jh., als die Qing Dynastie in eine Republik überging, wurden die Blütezeit des Shaolin, die Entwicklung der Kampfkünste, die Kunstwerke und buddhistische Schriften, von der Engstirnigkeit der Menschen bedroht. Die Machtkämpfe zwischen den Generälen und die Bürgerkriege zogen den Shaolin Tempel in eine kriegerische Auseinandersetzung mit fatalen Folgen. Im Jahre 1928 wurde der Shaolin Tempel und 16 weitere Tempel von General SHI YOU SAN niedergebrannt. Die einst von bis zu 1.500 Mönchen bewohnten Tempel mit ihren unermesslichen Schätzen, mit ihrem Wissen und Schriften, die über 1.000 Jahre erhalten geblieben waren, innerhalb weniger Tage vernichtet.

In den folgenden Jahren versuchte man immer wieder, die Künste der Shaolin wieder zu beleben, doch die Belagerung durch die Japaner und die Übernahme durch die Kommunisten, nahmen den Kampfkünsten ihren letzten Atemzug. Ermordungen vieler traditioneller Meister während der Kulturrevolution waren an der Tagesordnung und so schrumpfte das Wissen und die Tradition der Kampfkünste.

Im Auftrag der Regierung, die einen Profit für das Land in der Kunst der Shaolin sah, wurden Show -Truppen von Akrobaten in ferne Länder geschickt und die Geschichten der Shaolin erzählt. Bis in unsere heutige Zeit hinterlässt die Shaolin-Kampfkunst einen enormen Eindruck auf ihre Zuschauer. Gymnastik, gekoppelt mit einigen Kampfkunsttechniken erschuf eine neue Form der Kunst, die heute als WUSHU bezeichnet wird und nichts mehr mit der traditionellen Kampfkunst zutun hat. Lediglich um das Shaolin Kloster herum, das im Jahre 1957 wieder aufgebaut wurde, gibt es heute noch Schulen die einer jahrhundertealten Tradition folgen.